Karies ist ein weltweites Gesundheitsproblem an dem 60-90% aller Kinder und Jungendlichen leiden (WHO, 2012). Kariöse Zähne beeinträchtigen neben der Zahngesundheit auch die Allgemeingesundheit und Lebensqualität des Kindes. Risikofaktoren für die Kariesentstehung ist neben dem ständigen Konsum zucker- oder säurehaltiger Getränke und Mahlzeiten eine unzureichende Mundhygiene.

Die Zahnpflege sollle von Anfang an konsequent als Alltagsroutine durchgeführt werden. Zwischen dem 6. Und 8. Lebensmonat (+/- 2 Monate) beginnen die ersten Milchzähne durchzubrechen. Sobald der erste Zahn durchgebrochen ist, sollten einmal täglich abends nach dem Essen mit einer Kinderzahnbürste die Zähne geputzt werden, um die klebrigen Milch- bzw. Breireste zu entfernen. Ab dem 2. Geburtstag werden zweimal täglich, früh und abends, nach dem Essen die Zähne mit flourdihaltiger Zahnpasta und einer Kinderzahnbürste geputzt. Durch das regelmäßige Zähneputzen mit einer flourdihaltigen Zahnpasta kann das Flourid seine demineralisationshemmende, remineralisationsfördernde und antibakterielle Wirkung entfalten. Bis zum 8. Lebenjahr oder bis das Kind fließend Schreibschrift schreiben kann, sollten die Eltern die Zähne ihrer Kinder auf Grund der noch nicht vollkommen ausgereiften Feinmotorik nachputzen.

Aktuelle Richtlinien zur Kariesvorbeugung empfehlen regelmäßige Zahnarztbesuche bereits ab dem 6. Lebenmonat und nicht – wie bisher- nach dem 1. Geburtstag des Kindes. Danach sollte das Kind mindestens zweimal jährlich dem Zahnarzt vorgestellt werden um kariöse Schäden im Frühstadium zu erkennen. Im Zuge dieser Besuche erfolgt die frühe und wiederholte Aufklärung und Beratung der Eltern über altersadäquate Mundhygienemaßnahmen und zahnfreundliche Ernährunsgewohnheiten.

Karöse und ungepflegte Zähne der Eltern haben Auswirkung auf die Mundgesundheit des Kindes!

Durch, zum Beispiel, das Ablecken eines Löffels oder des Schnullers kann eine Übertragung kariesverursachender Bakterien von den Eltern auf das Kind erfolgen! Das gilt bereits beim zahnlosen Kind und Eltern sollten über diesen Mechanismus der Keimübertragung rechtzeitig informiert werden.

Erhöhtes Kariesrisiko durch häufige Nachrungsaufnahme über den Tag verteilt und vor allem in der Nacht!

Die Frequenz der Nahrungsaufnahme sowie die Zusammensetzung und die Konsistenz der Nahrung beeinflusst das individuelle Kariesrisiko.

Mikroorganismen verstoffwechseln die Kohlenhydrate in der aufgenommen Nachrung zu Karieserzeugender Säuren. Häufige „Säureattacken“ fördern die demineralisierung des zahnschmelzes und dadurch zu einem erhöhten Kariesrisiko. Vor allem Zucker-, Säure- und Nährstoffreiche Lebensmittel und Getränke sind schädlich für die Zahn- und Allgemeingesundheit. Feste Nahrung ist kaustimulierend, fördert den Speichelfluss und somit die Selbstreinigung der Zähne. Kleinkindnahrung it in den meisten Fällen jedoch flüssig oder püriert und bleibt an den Zahnoberflchen kleben.

Das Etablieren eines frühzeitigen, gesunden Ernährungsverhalten unterstützt nicht nur das Vorbeugen von Karies sondern kann auch das Entstehen ernährungsbedingter Erkrankungen (Übergewicht, Diabetes, etc.) verhindern.